Pflegelexikon

Gicht

Gicht gehört zu den typischen Wohlstandskrankheiten. Männer sind von dieser Krankheit häufiger betroffen als Frauen. Beim Gichtkranken ist das Gleichgewicht zwischen Harnsäurezufuhr und -aussscheidung gestört. Harnsäure wird sowohl mit der Nahrung aufgenommen als auch im Körper produziert. Der erhöhte Harnsäurespiegel kann zum einen durch eine gesteigerte Bildung von Harnsäure hervorgerufen werden. Zum anderen kann eine verminderte Ausscheidung von Harnsäure durch die Nieren die Ursache sein. Harnsäurekristalle lagern sich in Gelenken und im Gewebe ab und verursachen Schmerzen. Begleitende Symptome bei einem Gichtanfall können allgemeines Unwohlsein, Fieber, erhöhter Puls, Kopfschmerzen und Erbrechen sein. Menschen mit Diabetes, Bluthochdruck, Übergewicht und Fettstoffwechsel-Erkrankungen leiden überdurchschnittlich häufig unter Gicht. Bei Gicht und gleichzeitigem Übergewicht hilft oft schon eine Reduzierung des Körpergewichtes, um den Harnsäurespiegel zu senken. Charakteristisch für die Gicht sind die so genannten Gichtknoten, die Knochen und innere Organe betreffen können. Weiterhin kann es zu einer Gichtniere oder zu Nierensteinen kommen. Eine frühzeitige Diagnose und konsequente Behandlung der Krankheit sind sinnvoll und notwendig. Der Arzt berät über geeignete Therapien bei einem erhöhten Harnsäurespiegel und einem akuten Gichtanfall.

Gesunde Ernährung

Gesunde Ernährung ist sehr wichtig. Gichtkranke sollten auf eine bedarfsgerechte Ernährung achten. Als Lieferanten von Eiweiß werden fettarme Milch und Milchprodukte empfohlen. Gemüse und Obst gehören zu den wertvollen Lebensmitteln und dürfen reichlich genossen werden. So genannte purinhaltige Lebensmittel im eigenen Interesse bitte vermeiden. Dazu gehören Innereien, Fleisch, Fisch und Hülsenfrüchte. Auf Alkohol sollten Betroffene möglichst ganz verzichten. Am besten auch Zucker und Fett in Süßigkeiten, Soßen und Fertiggerichten vom Speiseplan streichen. Hilfreich bei der Planung einer gesunden Ernährung sind spezielle Übersichtstabellen, in denen die Harnsäuregehalte einzelner Lebensmittel angegeben sind. Gichtkranke sollten viel trinken, möglichst mehr als zwei Liter am Tag. Saure Fruchtsäfte wie zum Beispiel Orangensaft sind gut. Sie helfen die Bildung neuer Harnsäuresteine zu verhindern.