Pflegelexikon
Als Darmkrebs bezeichnet man bösartige Tumoren des Darms. In Deutschland erkranken etwa 6% der Bevölkerung im Laufe ihres Lebens an Darmkrebs. Damit ist das Darmkarzinom eine der häufigsten Krebsarten. Männer und Frauen sind davon etwa gleich häufig betroffen.
Die rechtzeitige Früherkennung verhindert Darmkrebs oder ermöglicht eine wirksame Behandlung. Etwa 70 Prozent aller an Darmkrebs erkrankten Patienten können durch eine Operation geheilt werden. Nach drei Jahren liegt das Risiko, dass sich Metastasen bilden, unter drei Prozent.
Mediziner haben bislang noch keine eindeutigen Ursachen für die Entstehung von Darmkrebs erforscht. Fest steht, dass bestimmte Risikofaktoren die Krankheit fördern. Die Vererbung spielt eine Rolle bei der Entstehung von Darmkrebs. Wer also in seiner näheren Verwandtschaft einen Fall von Darmkrebs hat, sollte regelmäßig zu Vorsorgeuntersuchungen gehen. Die Ernährung, so haben Wissenschaftler erkannt, spielt offensichtlich eine große Rolle. Wer eine fettreiche Kost mit viel Fleisch und wenig Ballaststoffen bevorzugt, erhöht sein Risiko.
Eine eigenverantwortliche und gesunde Lebensführung ist der erste Schritt zur Vermeidung von Darmkrebs. Genügend Bewegung und ein normales Körpergewicht senken nachweislich das Risiko der Erkrankung. Gönnen Sie sich also Ihren täglichen Spaziergang oder planen Sie regelmäßige gymnastische Übungen ein. Bei keiner anderen Krebsart ist ein vorbeugender Effekt von regelmäßiger Bewegung bekannt. Auch zu einer gesunden Ernährung mit wenig Fett, zum maßvollen Genuss von Fleisch und Alkohol wird von den Spezialisten geraten. Insgesamt sollte der Speiseplan ausgewogen sein und viel Obst und Gemüse sowie Milchprodukte enthalten.
Mit zunehmendem Alter tritt Darmkrebs häufiger auf. Regelmäßige Voruntersuchungen werden also je älter man wird immer wichtiger. Alle Versicherten ab 50 Jahren haben die Möglichkeit, auf Kosten der Krankenkasse ihren Stuhl einmal jährlich auf verborgenes Blut zu untersuchen. Ab dem 56. Lebensjahr besteht auch das Anrecht auf eine Spiegelung des gesamten Dickdarms. Bei einer anderen Form der Untersuchung wird der Dickdarm mit Hilfe von Röntgen-Kontrastmitteln sichtbar gemacht und anschließend geröntgt. Hierbei kann der Arzt aber keine Gewebeproben entnehmen oder operative Eingriffe durchführen.
Bei der Dickdarmspiegelung erfolgt eine Untersuchung des Dickdarms mit einem Spezialendoskop, dem so genannten Koloskop. Hierbei handelt es sich um ein biegsames Endoskop von 10 bis 15 Millimeter Durchmesser und einer Länge von rund 1,5 Meter. Das Untersuchungsgerät besteht aus einem optischen System mit Objektiv und Okular, einer Lichtquelle und einer Spül- und Absaugvorrichtung. Bei der Koloskopie betrachtet der Arzt den Dickdarm und kann bei Bedarf Gewebeproben entnehmen oder über Arbeitskanäle kleinere operative Eingriffe durchführen.
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